Aktuelles

Protokoll der Sitzung des Netzwerks vom 18. Februar 2014

Protokoll der Sitzung des Netzwerks vom 18. Februar 2014

anwesend: GEW, IGEL-OF, LVO,  Behindertenhilfe, Lebenshilfe, Wohnverbund Langen, Grüne, Drei Schülerinnen (ext. Hauptschulabschluss) für Referatsthema

Entschuldigt:  SPD

 

1. Aktionstag "Inklusion & Diversity" am Samstag, 10. 5. 2014

Der Aliceplatz ist reserviert, ab 15.00 Uhr. Vorher ist da noch eine Demo.

Zeit: 15.00 bis 20.00 Uhr

 

Wer macht was?

Bühne: vom Kulturamt (Terpitz)

Moderation:  Evren Geser (Koenen)

Gespräch mit KOMM zwecks Kooperation

 

 Haben zugesagt:

- Bündnis "Bunt statt Braun" (Infostand)

- GEW (Stand zum Thema Einbindung von Behinderten am Arbeitsplatz, Material vom DGB)

- Wohnverbund Langen: Drehorgelspieler und musikalische Beiträge der Bewohner

- Kinderschminken (Ambuilaner Dienst, Wohnverbund Langen)

- Caféteria (Brigitte Koenen)

- Schlocker-Tigers (Kneisel)

 

eingeladen wurden bereits:

- Theaterclub Elmar (Günther/Terpitz)

- Jugendkunstschule (Jugendkunstmobil, Terpitz)

- Musikschule (Terpitz)

- Seniorenrat (Günther)

- Albert-Schweitzer-Schule, Theater (Günther)

 

eingeladen werden sollen:

- Sportvereine (Sportamt, Schlachter)

- Rhein-Main-Cruiser (Kneisel)

- Vita-Assistenz-Hunde (Kneisel)

- Therapiereiten Schüßler (Kneisel)

- Boygroup aus Berjel (Kneisel)

- Locomotion (Kneisel)

- Budo-Club Mühlheim (Kneisel)

- AWO Hainbachtal (Koenen)

-  ESO Hüpfburg (Koenen)

- Migrantenselbstorganisationen (Doerner)

- Getränkebetrieb (Doerner)

- Caritas (Terpitz)

- Diakonie (Terpitz)

- Kistenrutsche/Kolping (Terpitz)

- Blindenheim Rosenhöhe (Terpitz)

 

Noch Ideen:

- Kaleidoskop e.V.

- Kaffeewägelchen

 

2. Aktionsplan Inklusion

Nachbesprechung des Vortrags von Herrn Rohrmann

PDF-Datei im Anhang

Wir schreiben OB Schneider und Sozialdezernent Dr. Schwenke an mit Bitte um Gespräch zur weiteren Vorgehensweise (mit den Fraktionen in CC)

Wichtig: Es sollen keine neuen Strukturen geschaffen werden, sondern innerhalb der existierenden inklusiv gedacht werden. Inklusion geht alle an, das ist die Botschaft des Aktionsplans, ein Aktionsplan ist ein langer Prozess, federführend muss die Stadt OF sich darum bemühen, Aufgabe des Netzwerks ist es, dafür zu sorgen, dass das Anliegen des Aktionsplans nicht in Vergessenheit gerät.

Das Netzwerk unterstützt ausdrücklich die Etablierung eines Behindertenbeirats, Menschen mit Behinderungen müssen im Rahmen der Bemühungen um Inklusion in den Focus gerückt werden.

Die Grünen machen eine Anfrage zum Behindertenbeirat, da dieser immer noch nicht eingerichtet ist und niemand weiß, wie der Stand der Dinge ist.

 

Nächstes Treffen des Netzwerks:

Mittwoch, 26. März um 18.00 Uhr in der VHS

Raum 1-13

 

 

Vortrag von 1 Offenbach inklusiv Ein kommunaler Aktionsplan Prof. Dr. Albrecht Rohrmann am 11.02.2014

Wie sieht ein kommunaler Aktionsplan aus, was beinhaltet er, wer gestaltet ihn, womit beginnt man?

Anhand von Beispielen gab Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation der Universität Siegen zu diesem Thema einen kurzen Überblick.


Die Präsentaion zu ansehen im PDF-Format

 

Veranstaltung: Der kommunale Aktionsplan INKLUSION

Vortrag und Informationsrunde:

 

Prof. Dr. Albrecht Rohrmann, Universität Siegen

Der kommunale Aktionsplan INKLUSION

 

11. Februar 2014, 18:30 – 21:00 Uhr

Rathaus Offenbach, Berliner Straße 100, Saal 1

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen es, dass die Stadtverordnetenversammlung Ende November 2013 die Erstellung des kommunalen Aktionsplans Inklusion beschlossen hat, der alle Bereiche des öffentlichen Lebens in der Stadt umfasst.

Aber wie sieht ein kommunaler Aktionsplan aus, was beinhaltet er, wer gestaltet ihn, womit beginnt man?

Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation der Universität Siegen gibt dazu einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eckpfeiler anhand von Beispielen. Anschließend bleibt Zeit für Fragen aus dem Publikum.

Wir laden alle Interessenten herzlich zum Vortrag und zur Informationsrunde am 11. Februar 2014, 18.30 bis 21.00 Uhr ins Rathaus der Stadt Offenbach (Saal 1) ein.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Dorothea Terpitz
für das Netzwerk für Inklusion der Stadt Offenbach

 

verantwortlich für Organisation und Durchführung:
Dr. Dorothea Terpitz, IGEL-OF e.V., Tel. 069-83 00 86 85

 

Einladung als PDF

 

Der Aktionsplan wurde einstimmig angenommen!

Am Donnerstag Abend, 14.11.2013 wurde der Aktionsplan einstimmig angenommen!.

 

Kommunaler Aktionsplan Inklusion

Antrag SPD, B`90/Die Grünen, FW, Piraten, FDP und DIE LINKE. vom 31.10.2013

-

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt,

 1.  einen kommunalen Aktionsplan Inklusion für die Stadt Offenbach zu erarbeiten, der die Bereiche Erziehung und Bildung, Arbeit und Beschäftigung, Wohnen,
Kultur, Freizeit und Sport, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Barrierefreiheit umfasst. Dieser soll anschließend der Stadtverordnetenversammlung zur
Beschlussfassung vorgelegt werden.

2.  bei der Erarbeitung eines kommunalen Aktionsplans Vertreterinnen und Vertreter entsprechend einschlägiger Fachverbände und Netzwerke, die kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Offenbach am Main, sowie die entsprechenden Ämter und Gesellschaften in geeigneter Form am Verfahren zu beteiligen.

3.  geeignete Projektfördermöglichkeiten, etwa über den LWV Hessen, die Landesregierung, Förderprogramme der Aktion Mensch oder der Montag-Stiftung zur Erarbeitung, Durchführung und Finanzierung des kommunalen Aktionsplans Inklusion heranzuziehen und der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vorzulegen.

4.  zu prüfen und zu berichten, welche Kosten bei der Umsetzung eines kommunalen Aktionsplanes auf die Stadt Offenbach zukommen.

5.  die durch die Umsetzung des kommunalen Aktionsplans eventuell auftretenden finanziellen Mehraufwendungen im Sinne des Konnexitätsprinzips gegenüber der Landes- und Bundesregierung geltend zu machen.     

Begründung:

Nach In-Kraft-Treten der UN-Behindertenkonvention in Deutschland im Jahre 2009 ist es Aufgabe der öffentlichen Hand, die Chancengleichheit behinderter Menschen zu fördern, ihre Diskriminierung in der Gesellschaft zu unterbinden sowie einen angemessenen Lebensstandard und sozialen Schutz zu gewähren.

Artikel 4 Absatz 5 der UN-Behindertenrechtskonvention setzt voraus, dass auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und politischen Handelns Aktionspläne zur Umsetzung der Konvention erstellt und sukzessive umgesetzt werden.

Während die Bundes- und Landesebene in den vergangenen Jahren bereits Aktionspläne verabschiedet haben fehlt eine solche Programmatik auf kommunaler Ebene in Offenbach. Zwar erfüllt die Stadt Offenbach die Vorgaben für die Inklusion an Schulen bereits vollständig, dennoch erscheint ein Offenbacher Aktionsplan sinnvoll, der unter breiter Einbeziehung der Fachverwaltung und Vertreterinnen und Vertreter einschlägiger gesellschaftlicher Vereine und Verbände inhaltlich neben der Bildung, auch die Bereiche Erziehung, Arbeit und Beschäftigung, Wohnen, Kultur, Freizeit und Sport, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Barrierefreiheit umfassen, eine Bestandsaufnahme zur Situation in Offenbach darlegen sowie konkrete Ziele festlegen und entsprechende Umsetzungsstrategien aufzeigen sollte.

 

Quelle: http://pio.offenbach.de/index.php?docid=2013-00011175&dsnummer=2011-16/DS-I%28A%290467

Antrag Kommunaler Aktionsplan Inklusion

Der Antrag "Kommunaler Aktionsplan Inklusion" ist gestellt.

 

2011-16/DSI(A)0467
Kommunaler Aktionsplan Inklusion
Antragsteller: SPD, B´90/Die Grünen, FW und Piraten | Veröffentlicht auf

http://pio.offenbach.de/index.php?docid=2013-00011175&dsnummer=2011-16/DS-I%28A%290467

 

 

Artikel zum Kommunaler Aktionsplan Inklusion auf FR-Online:

 

Inklusion in Kindertagesstätten und Schulen: Welches Wissen brauchen die Fachkräfte?

Tagungsbericht

 

Inklusion in Kindertagesstätten und Schulen:

Welches Wissen brauchen die Fachkräfte?

 

Das Netzwerk hatte am 25. April im Offenbacher Ledermuseum  seinem über 100 Besucher starken Publikum das zu bieten, was es erwartet hatte: Information über den aktuellen Stand der Inklusionsentwicklung und Hinweise auf das, was weiterhin zu tun ist.

Berlin zählt offenbar zu den am weitesten fortgeschrittenen Kommunen, die es mit der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der UN ernst meinen. Mario Dobe, Projektleiter am Berliner Senat und Referent das Abends, hatte viel Beifall für seinen Vortrag über den Masterplan, der als politische Vorgabe für die Umsetzung der Inklusionsarbeit in den  nächsten Jahren vorgesehen ist.

Die Berliner Autoren haben  versucht, die notwendigen inhaltlichen  Schritte mit der Bereitstellung der Ressourcen für eine gelingende Inklusion so zu verbinden, dass die Politik sich zum entsprechenden Handeln gezwungen sehen muss.

Worum geht es im Einzelnen?

Zunächst wären die Voraussetzungen für eine zuverlässige Diagnostik zu schaffen, ferner wäre  ein gemeinsamer Lehrplan  zu erstellen, Beratungs- und  Unterstützungszentren einzurichten und pro Schule eine Person zu haben, welche die zu unternehmenden Schritte verantwortlich koordiniert. Die für behinderte  Kinder und Jugendliche notwendigen Ausstattungen und hinreichendes fachkompetentes Personal sind im Rahmen einer Planungssicherheit zur Verfügung zu stellen. Auch die Berufsschulen sollen entsprechend  ausgestattet werden, damit  der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert wird.

Von den  Lehrkräften wird verlangt, dass sie sich – sofern noch nicht vorhanden – sonderpädagogische Kompetenzen aneignen, sich  im Team  weiterbilden lassen und sogar ein berufliches Ethos auch dann entwickeln, wenn die materiellen und personalen Voraussetzungen noch nicht dem Bedarf entsprechen.

Gerade hier mochte das Publikum nicht folgen. Als die auf dem Podium sitzenden GEW-Leute auf die gegenwärtig sehr unterentwickelte  Ausstattung für Inklusionsbedarf  hinwiesen, gab es eine Reihe von Beiträgen, die das noch vertieften, denn es fehle an Lehrerstellen, die stundenweise Unterstützung durch ausgebildete Förderlehrer sei zu gering, und außerdem werde weder für die Ausbildung  noch für die Fortbildung seitens der Politik das Notwendige getan.

Im Blick auf die Ausstattungen der Förderschulen, aber vor allem auch im Blick auf die bessere Schulatmosphäre, die mit der Inklusion erfahrungsgemäß deutlich solidarischer wird, gelang M. Köditz (GEW) ein markantes Bonmot:

„Alle Schulen sollen Förderschulen werden!“

 

Dr. Wolfgang Christian