{"id":394,"date":"2017-03-21T01:41:57","date_gmt":"2017-03-21T00:41:57","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/?p=394"},"modified":"2018-06-15T01:59:30","modified_gmt":"2018-06-14T23:59:30","slug":"alt-aelter-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/?p=394","title":{"rendered":"Alt \u2013 \u00c4lter \u2013 Inklusion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span>In angenehmer Atmosph\u00e4re trafen sich abends am 21. M\u00e4rz 2017 im Stadtcaf\u00e9 Frieda-Rudolph-Haus viele interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zum Thema \u201e\u00c4lter werden mit Behinderung\u201c. Heidi Weinrich, kommunale Altenplanerin der Stadt Offenbach, lieferte in ihrem Einf\u00fchrungsvortrag aktuelle Daten \u00fcber die Situation von \u00e4lteren Menschen mit Behinderung und erkl\u00e4rte die Kernthemen: Wohnraum, Tagesstrukturierung, Bildung (lebenslanges Lernen) und Vernetzung (insbesondere zwischen den Angeboten von Behinderten- und Altenhilfe).<\/p>\n<p>Das anschlie\u00dfende\u00a0 Gespr\u00e4ch wurde von HR-Journalist Andreas Winkel moderiert.\u00a0 Mechthild Rau und Ulrich Gremm vom Suchthilfezentrum Wildhof erkl\u00e4rten, warum eine Behinderung, die durch eine Sucht verursacht wird, eine besondere Herausforderung darstellt. Neben dem Erkennen von\u00a0 Suchtmerkmalen sei es\u00a0 im n\u00e4chsten Schritt sehr problematisch, zu diesen Menschen einen Zugang zu finden und\u00a0 zu helfen.\u00a0 Thomas Ruff von der Arbeiterwohlfahrt verdeutlichte, dass die Wohnsituation von \u00e4lteren Menschen mit Behinderungen jeweils sehr individuelle\u00a0 L\u00f6sungen brauche. Zus\u00e4tzlich werde der Bedarf nach behindertengerechten Wohnungen zunehmen.<\/p>\n<p>Es wurde deutlich, dass es notwendig ist, sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der beiden Personengruppen \u201eMenschen mit Behinderung\u201c und \u201e\u00e4ltere Menschen\u201c zu betrachten. Das Renteneintrittsalter sei f\u00fcr jeden Menschen ein kritisches Ereignis: Gewohnte Lebensabl\u00e4ufe, Tagesstrukturen und soziale Kontakte \u00e4ndern sich. Bei Senioren liege das Renteneintrittsalter eher bei 65 bis 67 Jahren. Viele Menschen mit Behinderungen gehen aufgrund von gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen bereits mit durchschnittlich 50 Jahren in Rente. Allein wegen des unterschiedlichen Alters k\u00f6nnen die Interessen und Neigungen also verschieden sein.<\/p>\n<p>40 Prozent der \u00e4lteren Menschen seien Ein-Personen-Haushalte, der \u00fcberwiegende Teil davon weiblich. Gerade allein lebende Personen seien auf Angebote im sozialen Umfeld angewiesen, damit sie nicht vereinsamen oder Depressionen entwickeln. Die Pflegekr\u00e4fte der ambulanten Dienste seien oft der einzige Kontakt. Sie m\u00fcssen geschult werden, damit sie beurteilen lernen, wie es der betroffenen Person geht. Oder ob sie Unterst\u00fctzung braucht, um die Wohnung \u00fcberhaupt zu verlassen. Es gebe oft bereits zahlreiche Angebote im sozialen Umfeld oder im selben Stadtteil. Vieles k\u00f6nne \u2013 wie in Offenbach \u2013 mit Hilfe eines Quartiersmanagements organisiert werden, so z.B. Treffen zum gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fccken oder Spielen, Kochen, Sport, Ausfl\u00fcge.<\/p>\n<p>Was bedeutet in dem Zusammenhang Inklusion? Inklusion im Alter hei\u00dfe nicht, dass alle \u00e4lteren Menschen (mit und ohne Behinderungen) nun aufgefordert sind oder dazu \u00fcberredet werden sollen, sich an den gemeinschaftlichen Treffen im Quartier zu beteiligen. Inklusion bedeute vielmehr eine selbstbestimmte Teilhabe und die Ber\u00fccksichtigung individueller Interessen. Niemand d\u00fcrfe ausgeschlossen werden. F\u00fcr die Stadt Offenbach hei\u00dfe dies daf\u00fcr zu sorgen, vorhandene Barrieren zu beseitigen, Orte erreichbar und zug\u00e4nglich zu machen. Es m\u00fcssen zudem ausreichend Angebote \u00e4lteren Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.<\/p>\n<p>Als einen positiven Schritt auf dem weiteren Weg zur Inklusion wurde vom Publikum das Beispiel Mehrgenerationenhaus ins Spiel gebracht. In einer Zeit, in der die Generationen sich nicht mehr gegenseitig in der Gro\u00dffamilie versorgen, liefere diese Wohnform eine alternative L\u00f6sung. Auf der Basis von Vereinbarungen entst\u00fcnden verl\u00e4ssliche Nachbarschaften von Menschen jeden Alters, mit oder ohne Behinderung. Es gebe in einem Mehrgenerationenhaus wie in der Weikertsblochstra\u00dfe auch einen Gemeinschaftsraum f\u00fcr Nachbarschaftstreffen. Dieses Konzept sei mindestens so attraktiv wie Modell des Zusammenlebens in einem gro\u00dfen Wohnblock an der westlichen Stadtgrenze Offenbachs. So gebe es in einem Mehrgenerationenhaus wie in der Weikertsblochstra\u00dfe einen Gemeinschaftsraum, der eine sehr gute r\u00e4umliche Voraussetzung f\u00fcr Nachbarschaftstreffen darstelle. Eine gute Erg\u00e4nzung zu punktuellen Angeboten gemeinschaftlichen Wohnen seien dar\u00fcber hinaus Angebote, die sich auf eine st\u00e4rkere nachbarschaftliche Verkn\u00fcpfung in den einzelnen Stadtteilen st\u00fctzen. An dieser Stelle k\u00e4me wieder ein Quartiersmanagement ins Spiel, um diese Verkn\u00fcpfung zu organisieren und zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-399\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-03_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-03_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-03_Alt_Aelter_Inklusion_650x-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-400\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-401\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-402\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-01_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-01_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-01_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-403\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-02_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-02_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-02_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-405\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-04_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-406\" src=\"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1.jpg 650w, https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170321-05_Alt_Aelter_Inklusion_650x-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017 \u00a0In angenehmer Atmosph\u00e4re trafen sich abends am 21. 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