{"id":81,"date":"2012-11-12T01:56:32","date_gmt":"2012-11-12T00:56:32","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerk-inklusion.org\/offenbach_stadt\/?p=81"},"modified":"2018-06-13T22:12:19","modified_gmt":"2018-06-13T20:12:19","slug":"inklusion-mit-links-eine-gute-schule-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadt.inklusion-of.de\/?p=81","title":{"rendered":"Inklusion mit LINKS \u2013 Eine gute Schule f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Konferenz der Bundes- und Landtagsfraktionen der Linkspartei Hessen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><strong><em>Inklusion mit LINKS \u2013 Eine gute Schule f\u00fcr alle<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">im Hessischen Landtag, 2.\/3. November 2012<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><em>Bericht von Wolfgang Christian<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Mit drei Teilnehmern war des Offenbacher Netzwerk in Wiesbaden vertreten: \u00a0\u00a0Dorothea Terpitz (IGEL), Fiona Merfert (Stadtverordnete) und \u00a0Wolfgang Christian (Linke, GEW) waren sich am Ende einig, viel aus der Tagung mitnehmen zu k\u00f6nnen, aber auch selbst zu deren Erfolg beigetragen zu haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Alle Vortr\u00e4ge und Foren drehen sich um die Absicht,\u00a0 Schulen, Politik\u00a0 und Beh\u00f6rden dazu zu bewegen, die Behindertenrechtskonvention der UN und die Hessische Gesetzeslage zur Inklusion zu verwirklichen. Zwar ist die Umsetzung bereits im Gange, aber die Rahmenbedingungen sind in\u00a0 der Regel weder f\u00fcr die Sch\u00fcler-, noch f\u00fcr die Eltern-, noch f\u00fcr die Lehrerschaft akzeptabel. Einerseits schreibt das Hessische Schulgesetz die Inklusion von behinderten Kindern und Jugendlichen unter dem Vorbehalt der personellen und s\u00e4chlichen Ressourcen vor, aber nach der bisherigen Praxis wird \u201einkludiert\u201c ohne diese Voraussetzungen, insbesondere der personellen. Denn es kann schlicht nicht verantwortet werden, dass \u2013 wie die bisherige Erfahrung zeigt \u2013 behinderte Kinder mit nur etwa 4 Stunden\u00a0 pro Woche von ausgebildeten F\u00f6rderlehrkr\u00e4ften betreut werden, w\u00e4hrend sie in den \u00fcbrigen Wochenstunden den Unterricht in der Klasse der Nichtbehinderten zum gro\u00dfen Teil ohne besondere Hilfen mitmachen.\u00a0 Das ist kein Fort-, sondern ein R\u00fcckschritt im Blick auf den bisher in Grundschulen praktizierten \u201eGemeinsamen Unterricht\u201c, der mit gemeinsam arbeitenden Grund- und F\u00f6rderlehrern, also doppelt besetzt ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u201eWie schaffen wir es als Basisbewegungen, die politisch Verantwortlichen\u00a0 dazu zu bringen, ihren gesetzlichen Auftrag zu erf\u00fcllen?\u201c lautet die Kernfrage quer durch die Arbeitsgruppen. Wir Offenbacher haben bereits einiges erreicht: ein Netzwerk von allen relevanten gesellschaftlichen Kr\u00e4ften,\u00a0 \u00f6ffentlich wirksame Aktionen und konstruktive \u00a0Kontakte mit dem Magistrat. Allerdings ist eine effektive Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt noch nicht m\u00f6glich, und au\u00dferdem fehlt eine unabh\u00e4ngige Beratungsstelle. Der sehr hohe Beratungsbedarf wird bisher \u201eehrenamtlich\u201c von zwei Mitgliedern des \u201eIGEL\u201c geleistet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">K\u00f6ln ist in der Entwicklung von passablen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Inklusion schon weiter: Der Initiative <em>Mittendrin <\/em>ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung einen Aktionsplan mit klaren Ziel- und Zeitvorgaben zu entwickeln (bildung.koeln.de\/schule\/inklusionsplan). Er wird ma\u00dfgebend f\u00fcr den Schulentwicklungsplan sein, der unter der Mitwirkung aller Betroffenen entsteht, und damit eine systematische, umfassende Realisierung der Inklusionsaufgabe durch Land NRW und Kommune zur Zielvorgabe macht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In allen Foren wird klar, dass der tats\u00e4chliche Entwicklungsstand der gemeinsamen Bildung und Erziehung Behinderter sich erst im Anfangsstadium befindet und noch viele Jahre und viel Geduld der Basisinitiatoren erfordert. Schlie\u00dflich stehen einer schnelleren Entwicklung die traditionellen Strukturen des deutschen Bildungswesens ebenso entgegen wie das subjektive Bewusstsein von noch sehr Vielen in der Eltern- und Lehrerschaft wie auch in Verwaltung und Politik. Zweierlei ist daher gefragt und verlangt den ganzen Einsatz der Bef\u00fcrworter: die Aufkl\u00e4rung \u00fcber die gro\u00dfen Vorteile der Inklusion jetzt und \u00a0die Aufhebung der Dreigliedrigkeit des Schulwesens im Sinne der Gemeinschaftsschule als Fernziel. Gelingen wird das Bem\u00fchen der aktiven Basis\u00a0 aber nur\u00a0 dann, wenn die Inklusion zum\u00a0 konkreten Willen der bildungspolitisch Verantwortlichen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konferenz der Bundes- und Landtagsfraktionen der Linkspartei Hessen Inklusion mit LINKS \u2013 Eine gute Schule f\u00fcr alle im Hessischen Landtag, 2.\/3. 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