Ankündigung: 13.05.2017 von 14 - 18Uhr Aktionstag Inklusion & Diversity

Ankündigung: 13.05.2017 Aktionstag Inklusion & Diversity

 

 

EXTRABLATT - Veranstaltungen in OF (Stand: 22.03.2017)

Veranstaltungen zum Thema Inklusion in Offenbach (Stand: 22.03.2017. Änderungen vorbehalten)

 

Veranstaltungen zum Thema Inklusion in Offenbach

(Stand: 22.03.2017. Änderungen vorbehalten)

 

Titel der Veranstaltung

Thema

Zeit und Ort

 

Aktionstag „Inklusion & Diversity“

Gemeinsam können wir Inklusion leben

 

 

Aktionstag für Inklusion. Eine gemeinsame Feier für Kinder, Erwachsene und Familien, Schulen, Vereine und
Einrichtungen

 

 

Samstag, 13.05.2017, 14h-18h

 

Aliceplatz/Stadthof

63075 Offenbach

 

 

Inklusion und

Diskriminierung

 

Inklusion und Diskriminierung .
Podiumsdiskussion  mit dem
Antidiskriminierungsbeauftragten der Stadt Offenbach

 

Donnerstag 14.09.2017, 18h-19h30

 

VHS Offenbach, Berliner Straße 77, 63065 Offenbach

 

 

Inklusiv Bauen und

Wohnen

 

Wohnen und Bauen für Menschen mit Behinderungen. Vier Vorträge von
Fachleuten.

 

Samstag, 20.01.2018, 16h-18h

 

Baumesse Offenbach, Kaiserstraße 108-112, 63067 Offenbach

 

 

Aktionstag „Inklusion & Diversity“

Gemeinsam können wir Inklusion leben

 

 

Aktionstag für Inklusion. Eine gemeinsame Feier für Kinder, Erwachsene und Familien, Schulen, Vereine und
Einrichtungen

 

 

Ein Samstag im Mai 2018, 14h-18h

 

Aliceplatz/Stadthof

63075 Offenbach

 

 

Runter vom Sofa – Raus aus dem Haus

 

Sport zum Mitmachen. Gemeinschaftliche Sportveranstaltung

 

Ein Tag im Juni/Juli 2018

 

 

 

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. Dorothea Terpitz, Netzwerk Inklusion, Telefon 069 / 83008685, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ralf Theisen, Stadtverwaltung Offenbach, Telefon 069 / 8065-2275, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: Netzwerk Inklusion: stadt.inklusion-of.de;  Stadt Offenbach: www.offenbach.de/inklusion

 

 

Alt – Älter – Inklusion

Alt – Älter – Inklusion Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

 

 

 

Alt – Älter – Inklusion Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

 

 

 

Alt – Älter – Inklusion Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

 

 

 

Alt – Älter – Inklusion Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

 

 

 

Alt – Älter – Inklusion Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

Eine Veranstaltung von Netzwerk Inklusion und Stadt Offenbach am 21.03.2017

 

In angenehmer Atmosphäre trafen sich abends am 21. März 2017 im Stadtcafé Frieda-Rudolph-Haus viele interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Älter werden mit Behinderung“. Heidi Weinrich, kommunale Altenplanerin der Stadt Offenbach, lieferte in ihrem Einführungsvortrag aktuelle Daten über die Situation von älteren Menschen mit Behinderung und erklärte die Kernthemen: Wohnraum, Tagesstrukturierung, Bildung (lebenslanges Lernen) und Vernetzung (insbesondere zwischen den Angeboten von Behinderten- und Altenhilfe).

Das anschließende  Gespräch wurde von HR-Journalist Andreas Winkel moderiert.  Mechthild Rau und Ulrich Gremm vom Suchthilfezentrum Wildhof erklärten, warum eine Behinderung, die durch eine Sucht verursacht wird, eine besondere Herausforderung darstellt. Neben dem Erkennen von  Suchtmerkmalen sei es  im nächsten Schritt sehr problematisch, zu diesen Menschen einen Zugang zu finden und  zu helfen.  Thomas Ruff von der Arbeiterwohlfahrt verdeutlichte, dass die Wohnsituation von älteren Menschen mit Behinderungen jeweils sehr individuelle  Lösungen brauche. Zusätzlich werde der Bedarf nach behindertengerechten Wohnungen zunehmen.

Es wurde deutlich, dass es notwendig ist, sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der beiden Personengruppen „Menschen mit Behinderung“ und „ältere Menschen“ zu betrachten. Das Renteneintrittsalter sei für jeden Menschen ein kritisches Ereignis: Gewohnte Lebensabläufe, Tagesstrukturen und soziale Kontakte ändern sich. Bei Senioren liege das Renteneintrittsalter eher bei 65 bis 67 Jahren. Viele Menschen mit Behinderungen gehen aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen bereits mit durchschnittlich 50 Jahren in Rente. Allein wegen des unterschiedlichen Alters können die Interessen und Neigungen also verschieden sein.

40 Prozent der älteren Menschen seien Ein-Personen-Haushalte, der überwiegende Teil davon weiblich. Gerade allein lebende Personen seien auf Angebote im sozialen Umfeld angewiesen, damit sie nicht vereinsamen oder Depressionen entwickeln. Die Pflegekräfte der ambulanten Dienste seien oft der einzige Kontakt. Sie müssen geschult werden, damit sie beurteilen lernen, wie es der betroffenen Person geht. Oder ob sie Unterstützung braucht, um die Wohnung überhaupt zu verlassen. Es gebe oft bereits zahlreiche Angebote im sozialen Umfeld oder im selben Stadtteil. Vieles könne – wie in Offenbach – mit Hilfe eines Quartiersmanagements organisiert werden, so z.B. Treffen zum gemeinsamen Frühstücken oder Spielen, Kochen, Sport, Ausflüge.

Was bedeutet in dem Zusammenhang Inklusion? Inklusion im Alter heiße nicht, dass alle älteren Menschen (mit und ohne Behinderungen) nun aufgefordert sind oder dazu überredet werden sollen, sich an den gemeinschaftlichen Treffen im Quartier zu beteiligen. Inklusion bedeute vielmehr eine selbstbestimmte Teilhabe und die Berücksichtigung individueller Interessen. Niemand dürfe ausgeschlossen werden. Für die Stadt Offenbach heiße dies dafür zu sorgen, vorhandene Barrieren zu beseitigen, Orte erreichbar und zugänglich zu machen. Es müssen zudem ausreichend Angebote älteren Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.

Als einen positiven Schritt auf dem weiteren Weg zur Inklusion wurde vom Publikum das Beispiel Mehrgenerationenhaus ins Spiel gebracht. In einer Zeit, in der die Generationen sich nicht mehr gegenseitig in der Großfamilie versorgen, liefere diese Wohnform eine alternative Lösung. Auf der Basis von Vereinbarungen entstünden verlässliche Nachbarschaften von Menschen jeden Alters, mit oder ohne Behinderung. Es gebe in einem Mehrgenerationenhaus wie in der Weikertsblochstraße auch einen Gemeinschaftsraum für Nachbarschaftstreffen. Dieses Konzept sei mindestens so attraktiv wie Modell des Zusammenlebens in einem großen Wohnblock an der westlichen Stadtgrenze Offenbachs. So gebe es in einem Mehrgenerationenhaus wie in der Weikertsblochstraße einen Gemeinschaftsraum, der eine sehr gute räumliche Voraussetzung für Nachbarschaftstreffen darstelle. Eine gute Ergänzung zu punktuellen Angeboten gemeinschaftlichen Wohnen seien darüber hinaus Angebote, die sich auf eine stärkere nachbarschaftliche Verknüpfung in den einzelnen Stadtteilen stützen. An dieser Stelle käme wieder ein Quartiersmanagement ins Spiel, um diese Verknüpfung zu organisieren und zu unterstützen.

 

Vortrag: Barrierefreies Bauen von Wolfgang Kopyczinski

Wolfgang Kopyczinski vom Landesverband der Lebenshilfe HessenAuf der diesjährigen Baumesse in Offenbach hat Herr Wolfgang Kopyczinski vom Landesverband der Lebenshilfe Hessen einen Vortrag über barrierefreies Bauen gehalten. Darin wurden einige einfach auszuführende Grundaspekte für barrierefreies Bauen nach der DIN 18040-2 erläutert: keine Schwellen, ebenengleiches Bad, Türbreite, Bewegungsflächen, Aufzug, 2-Sinnes-Prinzip.

Es wurden mehrere Beispiele aus Hessen vorgestellt, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen und umfangreicher Assistenz selbstbestimmt leben. Dabei haben aufgrund des eklatanten Mangels an geeignetem Wohnraum Lebenshilfevereinigen Bauvorhaben mit InvestorInnen bzw. einer kommunalen Baugesellschaft als Bauträger initiiert.

Herr Kopyczinski verband seine Ausführungen mit der Aufforderung an alle Vermieter und Wohnungsgesellschaften mehr Wohnungen an Menschen mit Beeinträchtigungen zu vermieten und den Kontakt zu Vereinen der Behindertenhilfe zu suchen, damit der große Wohnungsmangel für diesen Personenkreis in Zukunft verringert wird.

Wolfgang Kopyczinski vom Landesverband der Lebenshilfe HessenEs ist sowohl Aufgabe der Kommunen und auch ihre Möglichkeit, für die in der Stadt lebenden Menschen bezahlbaren und passenden Wohnraum zu schaffen, d.h. für viele Menschen barrierefreie Wohnungen. Dabei ist es auch die Aufgabe der Bauwirtschaft, Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf eine barrierefreie Wohnung angewiesen sind, nicht zu diskriminieren. In dem Vortrag wurde anschaulich erläutert, dass barrierefreies Bauen für 10% der Bevölkerung unentbehrlich, für 40% notwendig und für 100% komfortabel ist. Betont wurde, dass Barrierefreiheit ein gesetzliches Gebot ist (Behindertengleichstellungsgesetze, Grundgesetz, Behindertenrechtskonvention).

Kommunen haben die Aufgabe und auch die Möglichkeit über entsprechende Rahmenvorgaben und Konzeptausschreibung für Wohnungsbau den überfälligen Ausbau an barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen zu forcieren. Aktuell fehlen 190.000 derartige Wohnungen in Hessen. Als Bauträger kommen z.B. Baugenossenschaften, Kommunale Wohnungsbaugesellschaften, Projekte gemeinschaftlichen Wohnens und auch konzeptfähige InvestorInnen in Frage.

Angesichts der wachsenden Armut ist besonders die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Ausbau langfristiger Sozialbindungen eine vordringliche Aufgabe der Kommunen und der Sozialpolitik. Die Armutsquote beträgt derzeit 15,5%.

 

Wolfgang Kopyczinski vom Landesverband der Lebenshilfe Hessen